Mitschriften sind selten ordentlich. Stichpunkte brechen mitten im Gedanken ab, Abkürzungen verstehst nur du, und Pfeile zeigen auf andere Pfeile. So lässt sich eine Vorlesung gut in Echtzeit festhalten. Zwei Wochen später wird das Wiederholen allerdings schwierig, weil selbst deine eigenen Notizen wie Geheimschrift aussehen.
Das Werkzeug von Scholarly zum Umwandeln von Notizen in Karteikarten ist genau für diese unübersichtliche Realität gemacht. Die KI ist darauf trainiert, studentische Mitschriften zu lesen, ob nach der Cornell-Methode, als Gliederung, Mindmap oder ungeordnete Stichpunktsammlung, und die zugrunde liegenden Zusammenhänge zu erkennen. Sie erkennt, dass „MT = ATP, Krebs in Matrix“ bedeutet, dass Mitochondrien ATP produzieren und der Krebszyklus in der Matrix stattfindet. Daraus erstellt sie zwei übersichtliche Karten. Abkürzungen werden ausgeschrieben. Unvollständige Gedanken werden mithilfe des Kontexts aus den umliegenden Notizen ergänzt.
Bei handschriftlichen Notizen wandelt die KI deine Handschrift zunächst per OCR-Texterkennung in Text um und erstellt daraus anschließend Karteikarten. Auch Fotos funktionieren: Fotografiere mit deinem Handy eine Seite aus deinem Notizbuch, lade sie hoch, und in weniger als einer Minute ist der Kartenstapel fertig. Mehrseitige PDFs funktionieren ebenfalls: Scanne ein ganzes Kapitel deiner Mitschrift, und die KI verarbeitet jede Seite.
Eine Seite Notizen sorgfältig von Hand in Karteikarten umzuwandeln, dauert 15-30 Minuten. Bei 12 Kapiteln in 5 Kursen verbringst du eine Woche lang jeden Abend nur mit dem Tippen von Karten. Die meisten Studierenden machen das nicht. Deshalb können sie mit ihren Notizen zur Semestermitte kaum noch etwas anfangen und pauken am Abend vor der Prüfung den unbearbeiteten Text.
Mit KI werden aus 15 Minuten Arbeit nur 45 Sekunden. Dafür sind die erstellten Karten zunächst ein Entwurf, kein fertiges Ergebnis. Rechne damit, vor dem Lernen einige Karten zu bearbeiten, meist um zwei Karten zum selben Sachverhalt zusammenzuführen oder eine Antwort in eigenen Worten zu formulieren. Genau diese Überarbeitung ist der Teil des Kartenschreibens, der dir beim Lernen hilft. Alles davor war Fleißarbeit, die dir jetzt die KI abnimmt.
Wandle deine Notizen innerhalb von 48 Stunden nach dem Mitschreiben um. Dann erinnerst du dich noch gut an die Vorlesung und erkennst KI-Fehler schnell, etwa falsch ausgeschriebene Abkürzungen oder übersehene Querverweise. Nach zwei Wochen weißt du vielleicht selbst nicht mehr, ob die KI richtigliegt.
Fotografiere handschriftliche Notizen bei gutem Licht, jeweils eine Seite pro Foto. Mehrseitige PDF-Scans funktionieren ebenfalls, aber Lichtreflexe und schiefe Aufnahmen erschweren die Texterkennung. Wenn du dir vorher 5 Sekunden zum Ausrichten nimmst, sparst du dir später eine neue Aufnahme.
Gehe den erstellten Kartenstapel einmal kurz durch und lösche nutzlose Karten, etwa zu Folientiteln oder organisatorischen Angaben wie „Sprechstunde Dienstag 15 Uhr“. Fünf Minuten Aussortieren machen das Lernen mit dem Stapel deutlich einfacher.
Sobald deine Karteikarten erstellt sind, kannst du sie per Link mit anderen aus deinem Kurs teilen. Mit einem kostenpflichtigen Tarif kannst du sie auch als .apkg-Datei nach Anki exportieren oder als druckbares PDF speichern. Deine Kartenstapel bleiben in deinem Scholarly-Konto, sodass du das ganze Semester darauf zugreifen kannst, ohne sie neu zu erstellen. Mehr darüber, wie KI-gestützte Abläufe mit Notizen zusammenpassen, erfährst du auf unserer Seite zur Notizfunktion.