Ein KI-Generator für Literaturübersichten entwirft eine Synthese veröffentlichter Forschung zu einer Frage: Welche Erkenntnisse gibt es, wo widersprechen sich Studien und was bleibt offen? In Scholarly entsteht die Literaturübersicht mit der Funktion Vertiefte Recherche. Der Agent liest frei zugängliche Fachliteratur und alle Arbeiten, die du hinzufügst. Anschließend erhältst du einen nach Themen gegliederten Entwurf mit Quellenangaben, in der von dir gewählten Tiefe.
Das Schwierige an einer Literaturübersicht war nie das Schreiben, sondern das Lesen: relevante Studien finden, ihre Ergebnisse gleichzeitig im Blick behalten und bemerken, dass zwei häufig zitierte Arbeiten einander an einer unscheinbaren Stelle widersprechen. Genau darin liegt die Stärke eines Rechercheagenten. Er liest mehr Quellen, als ein Mensch im Arbeitsgedächtnis behalten kann, und hält fest, wer unter welchen Bedingungen zu welchen Ergebnissen gekommen ist.
Das Ergebnis ist bewusst ein Entwurf. Du erhältst einen Überblick über das Forschungsgebiet: die Themen, die tragenden Studien und die Widersprüche, jeweils mit Quellenangaben. So kannst du deine Zeit für die Bewertung nutzen: Welchen Ergebnissen vertraust du, welche Methoden überzeugen dich und welche Argumentation soll deine eigene Literaturübersicht verfolgen?
Eine Literaturübersicht beginnt selten bei null. Meist hast du schon einen Ordner mit PDFs: Arbeiten, die du von deiner Betreuungsperson erhalten hast, die im letzten Exposé zitiert wurden oder die du mitten in der Nacht gefunden hast. Füge sie hinzu, und der Agent nutzt sie als Kern der Literaturübersicht. Er liest jede Arbeit, statt ihren Inhalt aus dem Titel zu erraten, und erweitert von dort aus die Suche.
Da die Literaturübersicht in deinem Scholarly-Arbeitsbereich gespeichert ist, bleiben die Arbeiten auch danach nützlich: Stelle im Chat Fragen zu jeder einzelnen, nutze sie für die nächste Recherche oder verwandle die fertige Literaturübersicht in Folien für eine Besprechung der Forschungsgruppe oder in einen Podcast für den Arbeitsweg.
Der Agent durchsucht das frei zugängliche Web und erreicht damit einen großen Teil der veröffentlichten Forschung: Open-Access-Zeitschriften, Preprint-Server sowie Veröffentlichungen von Behörden und Institutionen. Er ist jedoch keine Abonnementdatenbank und kann keine Arbeiten hinter Bezahlschranken lesen, auf die er keinen Zugriff hat. Lade dafür das PDF hoch, dann liest er deine Kopie.
Wie jedes KI-System kann er eine Studie falsch interpretieren oder ein Ergebnis überbewerten. Deshalb ist jede Aussage mit einer Quellenangabe versehen. Prüfe die Quellen, auf die du dich stützen möchtest, und nutze den Entwurf als möglichst schnellen Weg zu einer Literaturübersicht, die am Ende weiterhin deine eigene ist.